
Häufig gestellte Fragen
Der Smart #2 behält den zweisitzigen Innenraum, den hinten montierten Elektromotor und den Hinterradantrieb bei. Er erhält jedoch eine 35,8-kWh-Batterie, eine unabhängige Fünflenker-Hinterachse und Gleichstromladen mit bis zu 65 kW. Die Motorleistung bleibt bei 60 kW, während das Drehmoment von 160 auf 130 Nm sinkt.
Der #2 unterstützt Gleichstromladen mit bis zu 65 kW und kann die Batterie unter optimalen Bedingungen in 20 Minuten von 10 auf 80 % laden. Beim AC-Laden nimmt der Pure 7.4 kW auf, die anderen europäischen Versionen bis zu 11 kW. Der neue #2 kann daher an einer AC-Ladesäule keine 22 kW nutzen.
Pure+ ergänzt dreiphasiges AC-Laden mit 11 kW und einen beheizbaren Fahrersitz. Premium bietet beheizbare Sitze, Kunstlederbezüge und ein Sennheiser-Audiosystem. Die Couture Edition basiert auf Premium und ergänzt ein spezielles Design sowie eine individuelle Nummer; für Europa sind 999 Exemplare vorgesehen.
Am 12. Oktober 2026 hat Smart den elektrischen #2 auf dem Pariser Autosalon vorgestellt. Die Marke kehrt damit zu einem zweisitzigen Stadtauto mit kurzer Karosserie, Hinterradantrieb und geteilter Heckklappe zurück. Hinter den vertrauten Proportionen stehen jedoch eine neue ECA-Plattform, eine 35,8-kWh-Batterie und Gleichstromladen mit bis zu 65 kW.
In der offiziellen Ankündigung zur Weltpremiere bezeichnet der Hersteller den #2 als Serienmodell, weist aber darauf hin, dass die europäische Zertifizierung noch läuft. Die angegebene WLTP-Reichweite von 290 km ist derzeit ein Zielwert und noch kein endgültig zertifiziertes Ergebnis. Die folgenden Daten beziehen sich auf die europäische Version und den Informationsstand vom 15. Oktober 2026.
Abmessungen: ein paar Zentimeter mehr, aber keine andere Fahrzeugklasse
Der Smart #2 ist in den Versionen Pure, Pure+ und Premium 2746 mm lang. Der fortwo der vorherigen Generation kam auf 2695 mm. Der Unterschied beträgt somit 51 mm beziehungsweise 5,1 cm. Die limitierte #2 Couture Edition ist mit 2764 mm geringfügig länger.
Die zweisitzige Auslegung und die kurzen Überhänge bleiben erhalten. Der angegebene Wendekreis zwischen den Bordsteinen beträgt 6,95 m. Diese Werte bestimmen, wie einfach sich ein kleines Auto in einem Innenhof oder Parkhaus bewegen lässt: Die Wendigkeit auf engem Raum ist hier wichtiger als ein Leistungszuwachs.
Eine Heckklappe zum Sitzen
Der obere Teil mit der Glasscheibe lässt sich separat öffnen. Das ist praktisch, wenn hinter dem Auto nur wenig Platz bleibt. Der untere Teil klappt nach unten und bildet eine Ladefläche. Im geparkten Zustand kann er außerdem als Sitz genutzt werden: Smart gibt dafür eine maximale Belastung von bis zu 120 kg an. Dieser Wert gilt für die Heckklappe selbst und nicht für die Zuladung des Fahrzeugs.

Was sich gegenüber dem elektrischen fortwo geändert hat
Für den technischen Vergleich verwenden wir den EQ fortwo und nicht die Benzinerversionen des Vorgängermodells. Auch der neue #2 besitzt einen hinten montierten Elektromotor, der die Hinterräder antreibt, seine Batterie ist jedoch deutlich größer. Auch das Fahrwerk wurde geändert und verfügt nun über eine unabhängige Fünflenker-Hinterachse.
Technische Daten | Smart EQ fortwo | Smart #2 |
|---|---|---|
Länge | 2695 mm | 2746 mm; Couture Edition — 2764 mm |
Angegebene Batteriekapazität | 17.6 kWh | 35.8 kWh, LFP |
Leistung des Elektromotors | 60 kW | 60 kW |
Drehmoment | 160 Nm | 130 Nm |
Maximale AC-Ladeleistung | 22 kW mit dem optionalen Ladegerät | 7.4 kW für Pure; bis zu 11 kW für die anderen Versionen |
Die Spitzenleistung bleibt unverändert, während das Drehmoment niedriger ausfällt. Es wäre daher irreführend, den #2 als leistungsstärkeren Nachfolger zu bezeichnen. Die wichtigsten Änderungen betreffen die Batterie, die Ladefähigkeit und die Ausstattung. Aus den beiden Kapazitätsangaben lässt sich außerdem nicht die genaue Steigerung der Reichweite im Alltag berechnen; dafür wären vergleichbare Tests erforderlich.
Laden: Warum die neuen 65 kW die alten 22 kW nicht ersetzen
Der #2 soll Gleichstromladen mit bis zu 65 kW unterstützen und die Batterie unter optimalen Bedingungen in 20 Minuten von 10 auf 80 % bringen. Die Ladezeit hängt von der Batterie- und Außentemperatur, der verfügbaren Leistung der Ladesäule und weiteren Einschränkungen ab. Die Angabe bezieht sich ausdrücklich auf den genannten Ladebereich und nicht auf das Laden der Batterie von 0 auf 100 %.
An AC-Ladesäulen ergibt sich ein anderes Bild. Der Pure als Einstiegsmodell verfügt über ein einphasiges Ladegerät mit 7.4 kW, während die anderen europäischen Versionen mit bis zu 11 kW über einen dreiphasigen Anschluss angegeben werden. Für den Ladevorgang von 10 auf 80 % nennt der Hersteller ungefähr fünf beziehungsweise drei Stunden.

Ein wichtiger Check vor dem Wechsel vom fortwo
Für den vorherigen EQ fortwo war ein optionales 22-kW-AC-Ladegerät erhältlich, wie dieses archivierte Mercedes-Benz-Modelldokument bestätigt. Der neue #2 kann an einer herkömmlichen AC-Ladesäule keine 22 kW aufnehmen, selbst wenn die Säule für diese Leistung ausgelegt ist. Je nach Version liegt sein Limit bei 7.4 oder 11 kW. Wer meist am Arbeitsplatz oder im Supermarkt lädt, sollte daher zuerst prüfen, welche Ladesäulen dort vorhanden sind: Der Vorteil des Gleichstromladens setzt eine andere Infrastruktur voraus.
Ausstattung: Was Pure+, Premium und Couture Edition bieten
Der Innenraum des #2 besitzt ein 10,1-Zoll-Zentraldisplay und ein 8,8-Zoll-Fahrerdisplay. Zum Vergleich: Bei der Beschreibung des 2019 eingeführten überarbeiteten EQ fortwo verwies der Hersteller auf ein Infotainmentsystem mit einem acht Zoll großen Touchscreen. Das neue Modell verfügt außerdem über 4G, Wi-Fi und Bluetooth.

In der belgischen Modellpalette umfasst bereits der Einstiegs-Pure Smart Pilot Assist, eine adaptive Geschwindigkeitsregelung mit Stop & Go und Highway Assist. Diese Systeme unterstützen den Fahrer, machen das Auto aber nicht autonom.
Pure+ ergänzt das dreiphasige AC-Laden mit 11 kW und einen beheizbaren Fahrersitz.
Premium bietet beheizbare Sitze, einen Kunstlederbezug und ein Sennheiser-Audiosystem mit sieben Lautsprechern.
Die Couture Edition umfasst die Premium-Ausstattung, eine matte weiße Lackierung mit goldenen Details und eine individuelle Nummer. Für Europa sind 999 Exemplare vorgesehen.
Der praktische Vorteil des Pure+ zeigt sich vor allem für Fahrer, die regelmäßig dreiphasig mit AC laden. Premium ergänzt hauptsächlich Komfort. Bei der limitierten Edition geht es um Design und Seltenheit: Eine zusätzliche Steigerung von Leistung oder Zielreichweite wurde für sie nicht angekündigt.

Preise und Bestellungen: Was am 13. Oktober angekündigt wurde
Smart plante, die Vorbestellungen über seine europäischen Vertreter am 13. Oktober 2026 zu eröffnen. Die Ankündigung für den belgischen Markt nennt folgende Einstiegspreise inklusive Mehrwertsteuer: Pure — 19.990 Euro, Pure+ — 20.990 Euro, Premium — 24.490 Euro und Couture Edition — 25.690 Euro. Online-Bestellungen sind für die erste Hälfte des Jahres 2027 geplant.
Dabei handelt es sich um belgische Preise und nicht um eine einheitliche Preisliste für alle Länder. Auch die Zeitpläne müssen jeweils vor Ort geprüft werden: Die britische Sparte kündigte beispielsweise an, Vorbestellungen im Frühjahr 2027 zu öffnen. Der Beginn der Vorbestellungen ist nicht mit dem Auslieferungstermin des Fahrzeugs gleichzusetzen. Die hier verwendeten Veröffentlichungen nennen kein genaues Datum für die ersten Auslieferungen; der Hersteller macht diese vom Abschluss der Zertifizierung abhängig.
Drei Fragen vor der Wahl einer Version
Reichen zwei Sitze für Ihre üblichen Fahrten aus?
Wo wird das Auto am häufigsten geladen: zu Hause an einer AC-Ladesäule oder an einer schnellen DC-Ladesäule?
Welcher Preis, welche Ausstattung und welche Lieferzeit gelten für Ihr Land?
Die Antworten helfen dabei, den #2 an den eigenen Alltagsanforderungen zu messen. Die kurze Karosserie bleibt erhalten, doch Ladebedingungen und Ausstattung verdienen auch bei Fahrern Aufmerksamkeit, die seit Jahren einen fortwo besitzen.









