
Häufig gestellte Fragen
Der GT 53 ist mit zwei Elektromotoren ausgestattet, GT 55 und GT 63 mit drei. Der GT 63 bietet eine höhere Spitzenleistung und eine umfangreichere serienmäßige Fahrwerksausstattung. Der GT 55 kann je nach Markt mit einer Batterie größerer Kapazität und einer Ladeleistung von bis zu 710 kW angeboten werden.
Für die 128-kWh-Batterie nennt Mercedes-Benz USA rund 12 Minuten bei einer Ladeleistung von bis zu 710 kW. Für die 106-kWh-Batterie werden 11 Minuten bei bis zu 600 kW angegeben. An einer 400-kW-Ladestation verlängert sich die genannte Zeit entsprechend auf 16 beziehungsweise 14 Minuten.
Der Wert von 2,5 Sekunden wurde mit einem 1-Fuß-Rollout ermittelt, bei dem die ersten 30,48 cm der Bewegung nicht in die Messung einfließen. Ohne Rollout beträgt der veröffentlichte Wert 2,7 Sekunden. Beschleunigungswerte sollten nur bei gleicher Messmethode verglichen werden.
Am 17. Oktober 2026 stellte Mercedes-AMG den elektrischen GT SUV vor – den ersten großen SUV, den die Division vollständig eigenständig von Grund auf entwickelt hat. Das Modellprogramm umfasst drei Versionen: GT 53, GT 55 und GT 63. Sie unterscheiden sich nicht nur bei der Leistung: Das Einstiegsmodell besitzt einen anderen Antriebsaufbau, und die maximale Ladeleistung von 710 kW ist an die Batterie mit größerer Kapazität gekoppelt.
Laut der offiziellen Mitteilung von Mercedes-Benz beginnt die Bestellannahme für den GT 53 in Deutschland am 20. Oktober 2026. Der angekündigte Preis beträgt ab 113.050 Euro einschließlich 19 % deutscher Mehrwertsteuer. GT 55 und GT 63 folgen im Frühjahr 2027. Diese Termine und der Preis beziehen sich auf den genannten Markt.
GT 53, GT 55 und GT 63: die wichtigsten Unterschiede
Der GT 53 ist mit zwei permanenterregten Synchronmotoren ausgestattet – jeweils einem an jeder Achse. GT 55 und GT 63 verfügen über drei Motoren mit axialem Magnetfluss: einen vorn und zwei hinten. Dadurch lässt sich die Antriebskraft an den Hinterrädern separat regeln. Alle drei Versionen haben Allradantrieb.

Parameter | GT 53 SUV | GT 55 SUV | GT 63 SUV |
|---|---|---|---|
Anzahl der Motoren | 2 | 3 | 3 |
Spitzenleistung | 400 kW / 544 PS | 600 kW / 816 PS | 860 kW / 1169 PS |
Dauerleistung | 270 kW / 367 PS | 530 kW / 721 PS | 530 kW / 721 PS |
Drehmoment | 800 Nm | 1860 Nm | 2000 Nm |
0–100 km/h ohne Rollout | 4,2 s | 3,1 s | 2,7 s |
Nutzbare Batteriekapazität | 106 kWh | 106 oder 128 kWh | 106 oder 128 kWh |
Maximale DC-Ladeleistung | 600 kW | 600 oder 710 kW | 600 oder 710 kW |
Die Leistung ist in metrischen PS angegeben. Die genannten Batterievarianten beziehen sich auf die internationale Spezifikation: In der US-Mitteilung werden für GT 55 und GT 63 Batterien mit 128 kWh genannt. Welche Kombination im jeweiligen Kaufland erhältlich ist, muss vor Ort geprüft werden.
Warum die beiden stärkeren Versionen jeweils 721 PS Dauerleistung haben
Spitzenleistung und Dauerleistung sind unterschiedliche Kennwerte. GT 55 und GT 63 haben dieselbe angegebene Dauerleistung, der GT 63 erlaubt jedoch eine höhere Leistungsspitze. Der Unterschied zwischen 816 und 1169 PS bedeutet daher nicht, dass die stärkere Version dauerhaft einen Vorteil von 353 PS hat. Für den Vergleich sind beide Werte relevant.
Der GT 53 hat noch eine Besonderheit: Das Hinterachsantriebssystem besitzt ein Zweiganggetriebe. Der kurze erste Gang unterstützt den Start, während der zweite Gang für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt ist. Bei geringer Last kann der vordere Motor abgeschaltet werden; auch bei den stärkeren Versionen wird er nach Bedarf zugeschaltet.
Beschleunigung: Warum 2,5 und 2,7 Sekunden genannt werden
Für den GT 63 veröffentlicht der Hersteller beide Werte. Die Zeit von 2,5 Sekunden wurde mit einem 1-Fuß-Rollout ermittelt: Die ersten 30,48 cm der Bewegung werden dabei nicht in die Messung einbezogen. Ohne diese Ausnahme sind es 2,7 Sekunden. Die Beschleunigung verschiedener Fahrzeuge lässt sich nur bei gleicher Messmethode sinnvoll vergleichen.
Laden mit bis zu 710 kW: Was Mercedes-AMG tatsächlich verspricht
Die Grundlage des Systems bilden eine 800-Volt-Architektur und die direkte Kühlung der zylindrischen Zellen mit elektrisch nicht leitendem Öl. Es umströmt jede einzelne Zelle und führt Wärme ab. Nach Angaben des Herstellers ist diese Lösung auf eine hohe Batterieabgabe und schnelles Laden ausgelegt.
In der technischen Beschreibung von Mercedes-Benz USA werden für die 128-kWh-Batterie bis zu 710 kW und rund 12 Minuten für das Laden von 10 auf 80 % genannt. Für die 106-kWh-Batterie sind bis zu 600 kW und 11 Minuten angegeben. An einer Ladestation mit 400 kW steigt die genannte Ladezeit entsprechend auf 16 beziehungsweise 14 Minuten.

Nachgerechnet: 710 kW Spitzenleistung sind nicht die Durchschnittsleistung
Für die große Batterie nennt Mercedes eine Nachladung von 83 kWh in zehn Minuten. Die Energie geteilt durch die Zeit ergibt: 83 ÷ (10/60) = 498 kW. Das ist die rechnerische Durchschnittsleistung auf Grundlage der veröffentlichten Daten und kein Ergebnis eines unabhängigen Tests. 710 kW sind der Spitzenwert und kein Versprechen, diese Leistung während des gesamten Ladevorgangs zu halten.
Für die Reiseplanung ist die Zeit für die benötigte Nachladung hilfreicher als ein einzelner Maximalwert. Die Ladestation muss die erforderliche Spannung und Leistung bereitstellen, außerdem hängt das tatsächliche Ergebnis vom Ladezustand der Batterie ab. Das Laden an 400-Volt-Stationen ist möglich, bedeutet aber nicht automatisch, dass die maximale Leistung von 710 kW erreicht wird.
Die Angabe von rund 450 km zusätzlicher Reichweite in zehn Minuten basiert auf dem WLTP-Zyklus. Das ist kein Versprechen, im Winter auf der Autobahn genauso weit zu kommen: Der Verbrauch verändert sich mit Geschwindigkeit, Temperatur, Beladung und der Nutzung der Klimaanlage. In der Mitteilung sind die Ladeangaben als vorläufig gekennzeichnet.
Weitere Unterschiede bei der Ausstattung
Beim GT 63 gehören Carbon-Keramik-Bremsen zur Serienausstattung, beim GT 55 sind sie optional erhältlich. Auch das aktive Fahrwerk AMG ACTIVE RIDE CONTROL+, das Wank- und Nickbewegungen der Karosserie regelt, ist beim GT 63 serienmäßig und für den GT 55 gegen Aufpreis verfügbar. Beim Vergleich der beiden stärkeren Versionen sollte daher nicht nur die Leistung, sondern auch die Ausstattung berücksichtigt werden.

Ein Elektroauto, das einen V8 nachbildet
Bei GT 55 und GT 63 erzeugt der AMGFORCE-Sport+-Modus den Klang eines Achtzylindermotors. Wie die offizielle Modellseite erklärt, wurden dafür reale Fahrzeuge aufgenommen, darunter der AMG GT R. Die Tonspur reagiert auf Beschleunigung und simulierte Schaltvorgänge, während Vibrationselemente in den Sitzen zusätzlich eine körperliche Rückmeldung erzeugen. Das ist eine eigenständige Funktion für die Wahrnehmung des Fahrzeugs: Unter der Haube gibt es keinen Benzinmotor.

So sollten die technischen Daten vor dem Kauf gelesen werden
Der GT 53 besitzt einen eigenständigen Antrieb mit zwei Motoren. Er behält die 800-Volt-Architektur und das schnelle Laden bei, unterscheidet sich beim Antriebskonzept jedoch von den stärkeren Versionen.
Der GT 55 bietet drei Axialflussmotoren und kann mit einer Batterie erhältlich sein, die Laden mit bis zu 710 kW ermöglicht, ohne zur maximalen Leistung des GT 63 zu wechseln. Die Verfügbarkeit der Batterie hängt vom Markt ab.
Der GT 63 ergänzt die höhere Spitzenleistung um eine umfangreichere serienmäßige Fahrwerksausstattung. Ob sich der Aufpreis lohnt, lässt sich sinnvoll erst beurteilen, wenn lokale Preise und die Optionsliste vorliegen.
Für lange Fahrten sind die gewählte Batterie und die Ladestationen entlang der Strecke die entscheidende Kombination. Für die Fahrdynamik zählen dagegen die Antriebsversion, die Fahrwerksausstattung und die Bedingungen der Beschleunigungsmessung. Die Bezeichnung GT 63 oder die Zahl 710 kW allein ersetzt diese Details nicht.









