
Beim Lexus NX 2026 in der US-Modellpalette ist der bisherige Einstieg entfallen: den NX 250 gibt es nicht mehr. Am 28. August 2025 gab Lexus USA die überarbeitete Modellfamilie bekannt: Die Benzinversion wird vom NX 350 mit Turbomotor und Allradantrieb eröffnet, der Hybrid NX 350h ist nun auch mit Frontantrieb erhältlich, und für den Plug-in-Hybrid NX 450h+ gibt es die Ausstattung Premium. Die entscheidende Frage lautet jetzt nicht mehr nur „Welcher NX ist günstiger?“, sondern auch, ob der Besitzer laden kann und welche Strecken im Alltag anfallen.
Im Folgenden geht es ausschließlich um die angekündigte Modellpalette für die USA. Auf anderen Märkten können Varianten, Ausstattung und Preise abweichen. Vor einer Bestellung sollte daher der lokale Katalog geprüft werden. Die technischen Angaben in der Tabelle stammen aus der offiziellen Mitteilung von Lexus USA zum NX 2026 und nicht aus Händleranzeigen.
Was sich genau geändert hat
In der von Lexus USA veröffentlichten Übersicht für das Modelljahr 2026 wird der NX 250 nicht mehr aufgeführt. Die Einstiegsversion mit Benzinmotor ist nun der NX 350 AWD mit Turbolader; eine einfache Variante mit 2,0-Liter-Saugmotor gibt es in dieser Modellpalette nicht. Gleichzeitig ist der NX 350h nicht mehr ausschließlich mit Allradantrieb erhältlich: Lexus bietet ihn auch mit Frontantrieb an. Das ist relevant für Fahrer, die einen Hybrid möchten, ohne zwingend den Aufpreis für AWD zu zahlen.

Für den NX 450h+ ist die Ausstattung Premium hinzugekommen. Eine weitere praktische Besonderheit des PHEV: Lexus liefert serienmäßig zwei Ladekabel für Stromnetze der Stufen Level 1 und Level 2. Die Kabel ersetzen jedoch keinen geeigneten Ladeplatz, an dem das Fahrzeug tatsächlich regelmäßig geladen werden kann.
Drei Antriebe – drei Nutzungsszenarien
US-Version | Angaben von Lexus | Offizieller Effizienz-Richtwert | Wann diese Wahl sinnvoll ist |
|---|---|---|---|
NX 350 AWD | 2,4-Liter-Turbomotor, 275 PS, 317 lb-ft, Allradantrieb | 24 mpg im kombinierten Zyklus; 0–60 mph in 6,6 s | Wenn eine Benzinversion mit Allradantrieb, besserer Beschleunigung und ohne Abhängigkeit vom Laden gefragt ist |
NX 350h FWD / AWD | 2,5-Liter-Hybridantrieb, Systemleistung 240 PS | 40 mpg für FWD und 39 mpg für AWD; 0–60 mph in 8,2 beziehungsweise 7,2 s | Für Stadt- und Autobahnfahrten, wenn der Verbrauch sinken soll, aber kein Ladeplatz vorhanden ist oder nicht genutzt werden soll |
NX 450h+ AWD | Plug-in-Hybrid, 304 PS, Allradantrieb | Bis zu 37 Meilen (etwa 60 km) elektrische Reichweite laut Lexus; 84 MPGe; 0–60 mph in 6,0 s | Wenn regelmäßig geladen werden kann und ein großer Teil der Strecken innerhalb der elektrischen Reichweite liegt |
Die Werte in mpg und MPGe sind nordamerikanische Kennzahlen, die Lexus zum Vergleich der Varianten angibt. Sie lassen sich nicht einfach in einen erwarteten Verbrauch in l/100 km umrechnen: Das Ergebnis hängt unter anderem von Klima, Geschwindigkeit, Strecke, Reifen und der Ladehäufigkeit des PHEV ab.
NX 350: Benzinbetrieb ohne Ladeabhängigkeit
Nach dem Wegfall des NX 250 startet der Benziner in dieser Modellpalette direkt mit dem 275 PS starken NX 350 AWD mit Turbomotor. Für Käufer bedeutet das ein festgelegtes Paket aus Allradantrieb und höherem Drehmomentpotenzial – allerdings ohne die Wahl einer einfachen Einstiegsvariante mit Frontantrieb. Der NX 350 passt zu Fahrern, die häufig lange Strecken zurücklegen, schlechte Straßen nutzen oder ihren Alltag nicht vom Zugang zu einer Steckdose abhängig machen möchten.
NX 350h: keine abgespeckte Version, sondern eine eigenständige Wahl
Der Hybrid erfordert keine Umstellung der täglichen Gewohnheiten. Er lädt seine Batterie während der Fahrt und beim Bremsen selbst auf. Sein Vorteil hängt daher nicht von einer Ladestation zu Hause ab. In den offiziellen Angaben ist der NX 350h mit Frontantrieb im kombinierten Zyklus 1 mpg effizienter als die AWD-Version, während der Allradler schneller beschleunigt. Die Entscheidung kann sich deshalb an den Straßenverhältnissen orientieren und nicht nur an der Ausstattungslinie.

NX 450h+: schnell, aber auf Ladeinfrastruktur angewiesen
Für den Plug-in-Hybrid nennt Lexus 304 PS und bis zu 37 Meilen elektrische Reichweite. In der Praxis ist entscheidend, ob sich die tägliche Strecke regelmäßig wiederholt und eine dauerhafte Lademöglichkeit vorhanden ist. Am 24. April 2026 erklärte Lexus außerdem, dass eine vollständige Ladung des NX 450h+ an einem 240-Volt-Anschluss mit dem serienmäßigen 7-kW-Bordladegerät unter idealen Bedingungen etwa drei Stunden dauert. Im Alltag kann die Ladezeit abweichen.

Vor dem Kauf: drei Fragen für eine typische Woche
Wo steht das Fahrzeug nachts, und kann es dort geladen werden, ohne regelmäßig nach einer freien öffentlichen Ladestation suchen zu müssen?
Wie lang sind die meisten täglichen Fahrten unter der Woche – und nicht nur die seltene Langstrecke?
Wird der Allradantrieb dauerhaft benötigt oder nur einige Male pro Saison?
Wenn die erste Frage keine verlässliche Antwort hat, sollte der NX 450h+ besonders nüchtern bewertet werden. Sein Vorteil im Elektrobetrieb zeigt sich nicht allein auf dem Papier, sondern bei regelmäßigem Laden. In diesem Szenario ist der NX 350h oft unkomplizierter: Er verbraucht weniger als die Benzinversion, bringt aber keinen zusätzlichen Ladevorgang in den Alltag.

Technische Daten richtig einordnen
Nur die Leistung zu vergleichen, reicht hier nicht aus. Der NX 450h+ ist stärker und schneller als der angegebene NX 350, sein entscheidender Vorteil ist jedoch die Möglichkeit, einen Teil der Fahrten elektrisch zurückzulegen. Der NX 350h beschleunigt langsamer, bietet aber ohne externes Laden den besseren offiziellen Effizienzwert. Der NX 350 bleibt die direkte Lösung für Fahrer, denen ein planbarer Benzinbetrieb und Allradantrieb wichtiger sind.
Für die Prüfung aktueller Varianten und Kennzahlen empfiehlt sich die offizielle Lexus-NX-Seite: Der Hersteller kann Modelljahrseiten und Spezifikationen aktualisieren. Beim örtlichen Händler sollten außerdem die Verfügbarkeit des gewünschten Antriebs, die Ausstattung, der Ladeanschluss des PHEV und die Garantiebedingungen separat geklärt werden. Diese Punkte sind nicht in allen Ländern identisch.
Fazit
Dass der NX 250 in der Lexus-USA-Modellpalette 2026 fehlt, macht keinen Antrieb automatisch zur richtigen Wahl. Es macht die Entscheidung eindeutiger. Der NX 350 ist für Fahrer gedacht, die einen Turbobenziner und AWD ohne Ladepflicht möchten. Der NX 350h eignet sich für regelmäßige Kraftstoffeinsparungen ohne Änderungen an den gewohnten Strecken. Der NX 450h+ passt zu Fahrern mit verlässlicher Lademöglichkeit und wiederkehrenden kurzen Fahrten. Zuerst sollte das eigene Nutzungsprofil über eine typische Woche geprüft werden – erst danach lohnt sich der Vergleich von Leistung und Ausstattung.










