
Am 2. September 2026 stellt Mitsubishi den neuen Pajero vor. In einer offiziellen Mitteilung vom 29. Mai nannte das Unternehmen den zurückkehrenden Geländewagen erstmals Pajero und bestätigte die Weltpremiere im Herbst. Bekannt sind inzwischen die Chassisarchitektur, der Einsatz des S-AWC-Systems und ein Teil der Geländetechnik. Motoren, Abmessungen, Ausstattungslinien, Preise und Vertriebsmärkte hat Mitsubishi bisher jedoch nicht bekannt gegeben.
Das Datum 2. September ist auf der offiziellen Teaser-Website des neuen Pajero angegeben. Diese Präzisierung erfolgte erst nach der Ankündigung im Frühjahr. Deshalb sollten bestätigte Informationen nicht mit frühen Gerüchten über Antriebe und Exportversionen vermischt werden.
Die wichtigsten Zahlen und Termine
Punkt | Was bekannt ist |
|---|---|
Datum der Weltpremiere | 2. September 2026 |
Datum der ersten offiziellen Ankündigung | 29. Mai 2026 |
Konstruktion | Leiterrahmen, verbunden mit dem Mitsubishi Triton |
Chassis | Für den Pajero sind eigene Abstimmungen von Innenraum sowie Vorder- und Hinterachse angekündigt |
Allradantrieb | Super All-Wheel Control (S-AWC) |
Motoren, technische Daten und Preis | Nicht bekannt gegeben |
Ein Leiterrahmen bedeutet nicht automatisch „Triton mit anderer Karosserie“
In der Mitsubishi-Pressemitteilung vom 29. Mai 2026 heißt es, dass der neue Pajero auf dem robusten Leiterrahmen des Triton basiert. Der Hersteller weist dort zugleich ausdrücklich darauf hin, dass Innenraum sowie Vorder- und Hinterachse speziell für den Geländewagen überarbeitet wurden. Dieser Hinweis ist wichtig: Von der gemeinsamen Basis lassen sich weder die Abmessungen des Pick-ups noch sein Fahrverhalten auf Asphalt oder die verfügbaren Antriebe des Pajero ableiten.

Ein Leiterrahmen wird meist für Fahrzeuge gewählt, die auf schlechten Straßen eine hohe Belastbarkeit bieten, Anhänger ziehen und schwere Lasten bewältigen sollen. Über Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Wattiefe oder die zulässige Anhängelast sagt der Rahmen allein jedoch nichts aus. Diese Werte sind erst nach der Präsentation am 2. September zu erwarten.
So lässt sich das künftige Datenblatt einordnen
Sollte Mitsubishi am Tag der Premiere die Motorleistung nennen, reicht diese Angabe für eine Bewertung des Geländewagens nicht aus. Bei einem Modell mit Leiterrahmen sind auch die Art des Getriebes, ein Untersetzungsgetriebe oder dessen Fehlen, Differenzialsperren, die Karosseriegeometrie, der Federweg und die zulässige Belastung entscheidend. Solange Mitsubishi diese Angaben nicht veröffentlicht hat, wäre ein Vergleich des Pajero mit konkreten Wettbewerbern verfrüht.
S-AWC: mehr als nur eine Bezeichnung für den Allradantrieb
Am 4. August 2026 teilte Mitsubishi mit, dass der neue Pajero Super All-Wheel Control erhalten wird. In der offiziellen Veröffentlichung zum Fahrwerk beschreibt der Hersteller das System als Teil eines Gesamtpakets, das Handling, Geländetauglichkeit und Stabilität auf unterschiedlichen Untergründen verbessern soll.
Auf der Mitsubishi-Technologieseite wird S-AWC als integriertes Fahrdynamikregelsystem beschrieben. Es verbindet die Verteilung der Antriebskraft zwischen den Achsen mit der Regelung des Drehmoments zwischen linkem und rechtem Rad sowie der Bremskräfte. Diese Beschreibung bezieht sich jedoch auf die Technologie der Marke insgesamt und stellt keine vollständige Auflistung der Komponenten des neuen Pajero dar. Mitsubishi hat noch nicht präzisiert, welche Modi, Sperren und Hardwarekomponenten die Serienversion erhalten wird.
Was im Innenraum bereits erkennbar ist
Die Teaser deuten auf die digitale Rückkehr des Triple Multi Meter hin. Angezeigt werden sollen Höhe, Kompass, Außentemperatur, Längs- und Querneigung sowie die Verteilung der Antriebskraft zwischen den Rädern. Ob dieses Modul in der Instrumententafel, auf dem zentralen Bildschirm oder auf einem separaten Display untergebracht wird, hat Mitsubishi bislang nicht erklärt.

Welche Geschichte hinter dem Namen Pajero steht
Der erste Pajero kam 1982 auf den Markt. Nach Angaben von Mitsubishi wurde das Modell über vier Generationen hinweg mehr als 3,25 Mio. Mal in über 170 Ländern und Regionen verkauft. Bei der Rallye Dakar erzielte der Pajero 12 Siege, darunter sieben in Folge. Die vorherige Generation verschwand 2021 aus den internationalen Märkten. Die Premiere am 2. September markiert daher die erste Rückkehr des Modells auf den globalen Markt seit fünf Jahren.

In einigen Ländern trägt der Pajero den Namen Montero. Das ist jedoch kein Grund, dem neuen Modell bereits bestätigte US-amerikanische oder europäische Versionen zuzuschreiben: Mitsubishi hat die vollständige Liste der Märkte und die Termine für den Verkaufsstart noch nicht bekannt gegeben.

Was weiterhin unbekannt ist
Art und Leistung des Motors beziehungsweise der Motoren;
ob es eine Hybridversion geben wird und in welchen Ländern sie angeboten wird;
Abmessungen, Radstand, Sitzplatzzahl und Kofferraumvolumen;
Bodenfreiheit, Böschungswinkel, Wattiefe und Zugkraft;
Zusammensetzung der Ausstattungslinien, Preise und Termine für den Verkaufsstart.
Worauf am 2. September zu achten ist
Die Premiere sollte anhand von zwei Datengruppen bewertet werden. Die erste betrifft die Technik: Antriebe, Getriebe, Karosseriegeometrie und die konkrete Ausführung des S-AWC. Die zweite umfasst die praktischen Aspekte: Für welche Märkte ist das Fahrzeug vorgesehen, wie viele Sitzplätze gibt es, welche Versionen werden angeboten und wann beginnt die Bestellannahme? Bis diese Punkte geklärt sind, bleibt der neue Pajero ein Geländewagen mit Leiterrahmen und einer klaren Grundidee – die wichtigsten Auswahlkriterien sind jedoch noch offen.










