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Porsche 911 GT2 Flachbau RS: Sonderwunsch und Serien-911 im Vergleich

Konstantin Lupandin
Konstantin Lupandin
16. August 20263 Min. LesezeitAufrufe: 383
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  1. Kurzüberblick: Was über den Flachbau RS bekannt ist
  2. Warum hier gerade der Flachbau zum Einsatz kommt
  3. Was gegenüber dem ursprünglichen GT2 RS verändert wurde
  4. Motor: Warum die Daten des Basismodells entscheidend sind
  5. Was Sonderwunsch vom serienmäßigen 911 unterscheidet
  6. Wie Nachrichten über werksseitige Einzelstücke einzuordnen sind
  7. Was bisher nicht veröffentlicht wurde

Inhalt

  1. Kurzüberblick: Was über den Flachbau RS bekannt ist
  2. Warum hier gerade der Flachbau zum Einsatz kommt
  3. Was gegenüber dem ursprünglichen GT2 RS verändert wurde
  4. Motor: Warum die Daten des Basismodells entscheidend sind
  5. Was Sonderwunsch vom serienmäßigen 911 unterscheidet
  6. Wie Nachrichten über werksseitige Einzelstücke einzuordnen sind
  7. Was bisher nicht veröffentlicht wurde
Porsche 911 GT2 Flachbau RS: Sonderwunsch und Serien-911 im Vergleich

Häufig gestellte Fragen

Nein. Laut dem Artikel handelt es sich um einen einmaligen Werksumbau der Abteilung Sonderwunsch auf Basis eines konkreten 911 GT2 RS der Generation 991.2 mit Weissach-Paket, nicht um ein neues Serienmodell oder eine im Konfigurator verfügbare Ausstattung.

Fachmedien berichten, dass Leistung und Drehmoment nicht verändert wurden. Als Referenz dienen daher die offiziellen Daten des ursprünglichen 911 GT2 RS: 3,8-Liter-Biturbo-Boxermotor, 515 kW (700 PS) und 750 Nm. Porsche hat jedoch kein separates vollständiges Datenblatt für den Flachbau RS veröffentlicht.

Zum im Artikel genannten Stand wurden weder ein Preis noch Pläne für eine Serienproduktion veröffentlicht. Berichte über einen „Millionenpreis“ werden als Schätzungen und nicht als Porsche-Preisliste eingeordnet.

Am 14. August 2026 stellten Fachmedien den Porsche 911 GT2 Flachbau RS vor – ein Kundenprojekt der Abteilung Sonderwunsch auf Basis eines 911 GT2 RS der Generation 991.2 mit Weissach-Paket. Optisch erinnert er an den Porsche 935/78 „Moby Dick“, in seiner Bedeutung ist er jedoch keine weitere 911-Variante für den Katalog. Der Flachbau RS ist ein einmaliger Werksumbau eines konkreten Fahrzeugs und kein neues Serienmodell von Porsche.

Dieser Unterschied ist wichtiger als die ungewöhnlichen Scheinwerfer, die Kohlefaser und der Heckflügel. Für ein Serienmodell gibt es eine Preisliste, verschiedene Ausstattungen und veröffentlichte technische Daten. Bei einem Sonderwunsch-Projekt bildet dagegen der Wunsch des Besitzers den Ausgangspunkt, während manche Details einzigartig für ein einziges Fahrzeug bleiben. Deshalb lassen sich Preis, Stückzahl, Fertigungszeit und sogar die Bedeutung der Werte des Flachbau RS nicht genauso bewerten wie bei einem gewöhnlichen 911.

Kurzüberblick: Was über den Flachbau RS bekannt ist

Punkt

Was bekannt ist

So ist es einzuordnen

Status

Einzelprojekt von Sonderwunsch auf Basis eines Kundenfahrzeugs

Keine Ausstattung, die im Konfigurator ausgewählt werden kann

Basis

911 GT2 RS der Generation 991.2 mit Weissach-Paket, 2018 produziert

Das Alter des Basisfahrzeugs macht den Flachbau RS nicht zu einer neuen 911-Generation

Motor

Fachmedien berichten, dass Leistung und Drehmoment nicht verändert wurden

Porsche hat kein separates öffentliches Datenblatt für den Flachbau RS veröffentlicht

Aerodynamik

Neue Frontpartie, verstellbarer Heckflügel und vom Manthey-Paket inspirierte Elemente

Angaben zum Abtrieb beziehen sich auf eine konkrete Konfiguration und bestimmte Vergleichsbedingungen

Preis und Serie

Nicht veröffentlicht

Berichte über einen „Millionenpreis“ sind Schätzungen und keine Porsche-Preisliste

Warum hier gerade der Flachbau zum Einsatz kommt

Der Name lässt sich als „flache Front“ übersetzen: Bei einem solchen 911 reicht die Linie der Motorhaube fast bis zu den äußeren Karosseriekanten, während die Scheinwerfer anders angeordnet sind. Beim Flachbau RS ist diese Idee nicht aus einem allgemeinen Retrotrend entstanden. Ihr Ursprung liegt im Rennwagen Porsche 935/78, der den Spitznamen „Moby Dick“ erhielt.

Am 30. März 2026 veröffentlichte Porsche einen historischen Beitrag zum 50. Jahrestag der Homologation des 935. Darin erklärt das Unternehmen, dass der 935/78 erstmals 1978 gezeigt wurde und seine Aerodynamik sich bei dieser Version bereits deutlich von der vertrauten 911-Silhouette entfernte. Für den Flachbau RS ist genau diese Verbindung entscheidend: keine wörtliche Kopie des Rennwagens, sondern eine moderne Interpretation seiner Frontpartie und der Luftführung.

Für diesen Ansatz gibt es einen Präzedenzfall aus dem Werk. 1983 baute Porsche für Mansour Ojjeh eine Straßenversion des 935; das Fahrzeug erhielt eine Flachbau-Karosserie. Die Geschichte dieses Auftrags und die Entwicklung des Programms für spezielle Kundenwünsche beschreibt das Unternehmen ausführlich in einem Beitrag über Sonderwunsch. Der Flachbau RS setzt damit eine lange Tradition fort, legt das alte Modell aber nicht als Serienfahrzeug neu auf.

Was gegenüber dem ursprünglichen GT2 RS verändert wurde

Der auffälligste Unterschied ist die überarbeitete Frontpartie mit der niedrigen Nasenlinie, schmalen Leuchtelementen und Luftkanälen. Am Heck sitzt ein großer verstellbarer Spoiler; für die Aerodynamik wurden neu interpretierte Lösungen aus dem Manthey Performance Kit verwendet. Nach Angaben von Fachmedien verglich das Team den Flachbau RS mit einem GT2 RS mit Manthey-Paket in verschiedenen Flügelstellungen und gab bei höherem Abtrieb einen geringeren Luftwiderstandsbeiwert an.

Diese Zahlen dürfen nicht als Versprechen für eine schnellere Rundenzeit verstanden werden. Sie beziehen sich auf eine konkrete Konfiguration, und Porsche hat für den Flachbau RS keine offizielle Nürburgring-Rundenzeit veröffentlicht. Das Tempo auf einer Runde hängt nicht nur von der Aerodynamik ab, sondern auch von Reifen, Temperatur, Einstellungen, Fahrer und Streckenzustand.

Das Projekt wurde um etwa 32 kg leichter: Aus dem Innenraum verschwanden das Infotainmentsystem, Audiokomponenten und ein Teil der Geräuschdämmung. Das bedeutet nicht, dass diese Lösung allen Besitzern eines GT2 RS zur Verfügung stehen wird. Bei einem Individualprojekt sind technische Ausführung, Materialien und rechtliche Prüfung an ein einziges Fahrzeug gebunden.

Motor: Warum die Daten des Basismodells entscheidend sind

Der Beschreibung des Projekts in der Fachpresse zufolge war keine Steigerung von Leistung oder Drehmoment vorgesehen. Als Referenz dienen deshalb weiterhin die offiziellen Daten des ursprünglichen 911 GT2 RS: Am 30. Juni 2017 stellte Porsche das Modell mit einem 3,8-Liter-Biturbo-Boxermotor mit sechs Zylindern, 515 kW (700 PS) und 750 Nm Drehmoment vor. Das Unternehmen gab außerdem eine Beschleunigung auf 100 km/h in 2,8 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h an.

Diese Werte beziehen sich auf den serienmäßigen GT2 RS des Jahrgangs 2017. Für den Flachbau RS ist folgende Formulierung korrekt: Er wurde auf dieser technischen Basis aufgebaut, während Automobilmedien von einer unveränderten Leistung berichten. Ohne ein separates technisches Datenblatt von Porsche dürfen die Angaben zum Basismodell nicht als eigenständige offizielle Werte des Flachbau RS ausgegeben werden.

Was Sonderwunsch vom serienmäßigen 911 unterscheidet

  • Keine Serienproduktion, sondern ein bestehendes Fahrzeug als Ausgangspunkt. Der Flachbau RS wurde rund um den bereits vorhandenen 911 GT2 RS des Besitzers aufgebaut und nicht als neue Modellversion auf einer separaten Fertigungslinie produziert.

  • Individuelle Ingenieursarbeit. Karosserieteile, Aerodynamik, Lichttechnik und Innenraum werden nach einem konkreten Wunsch entwickelt. Deshalb sind sie nicht automatisch als künftige Optionen für alle 911 zu betrachten.

  • Kein verlässlicher Marktmaßstab. Solange Preis und Stückzahl nicht bekannt gegeben sind, lässt sich daraus weder der Wert anderer GT2 RS ableiten noch ihre künftige Sammlerwertentwicklung vorhersagen.

  • Kein automatischer Zugang zu einem ähnlichen Fahrzeug. Fachmedien berichten, dass dem Kunden keine absolute Exklusivität der Idee versprochen wurde, eine exakte Wiederholung von Design und Ausstattung ihm jedoch nicht angeboten wird. Das ist keine Ankündigung einer neuen Baureihe.

Wie Nachrichten über werksseitige Einzelstücke einzuordnen sind

Zuerst sollte man das Basismodell vom Umbau trennen. Danach ist zu prüfen, ob separate technische Daten, ein Preis, eine Stückzahl und die vorgesehenen Absatzmärkte veröffentlicht wurden. Fehlen diese Angaben, handelt es sich nicht um ein „neues käufliches Auto“, sondern um die Geschichte eines konkreten Auftrags und der Möglichkeiten des Herstellers.

Was bisher nicht veröffentlicht wurde

Zum 16. August 2026 gibt es in den verfügbaren Materialien keinen veröffentlichten Preis für den Flachbau RS, keine Pläne für eine Serienproduktion, keine werkseitige Nürburgring-Rundenzeit und kein separates vollständiges Datenblatt. Ebenfalls offen ist, ob eine ähnliche Karosserieform zu einem eigenständigen Porsche-Programm werden könnte. Diese Lücken sind relevant: Solange sie nicht offiziell geschlossen sind, sollte der Flachbau RS als Einzelanfertigung von Sonderwunsch und nicht als Vorbote eines neuen 911 GT2 RS betrachtet werden.

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