
Am 30. September 2026 stellte BMW die neue 3er-Familie gleichzeitig mit Benzinversionen und dem elektrischen i3 vor. Äußerlich ähneln sich die Limousinen, und auch der Innenraum basiert auf demselben Bediensystem. Doch der i3 und der benzinbetriebene 3er nutzen unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen. Deshalb wäre es falsch, sie nur anhand von Design oder Leistung zu vergleichen. In der weltweiten BMW-Pressemitteilung zur Premiere sind die Startversionen und ihre wichtigsten technischen Daten aufgeführt.
Wie die Premiere ablief
Am 18. März 2026 zeigte BMW das Design des elektrischen i3. Einige technische Daten wurden damals noch als vorläufig bezeichnet. Die Serienproduktion des i3 begann im August in München. Am 30. September erläuterte das Unternehmen die neue 3er-Familie ausführlicher. Die Fertigung der Limousinen mit Verbrennungsmotor in Dingolfing soll im November 2026 anlaufen.
Was beide Modelle gemeinsam haben
BMW verbindet die Fahrzeuge durch die gemeinsame Designsprache der Neue Klasse: ähnliche Frontleuchten, eine vergleichbare Silhouette und eine einheitliche Gestaltung des Innenraums. In beiden Fällen erhält der Fahrer BMW Panoramic iDrive mit Informationen am unteren Rand der Windschutzscheibe, einem 17,9 Zoll großen Zentraldisplay und dem Betriebssystem BMW Operating System X. Das BMW 3D Head-Up Display ist als Option angegeben. Die konkrete Ausstattung hängt vom Markt und der jeweiligen Konfiguration ab.

Die optische Ähnlichkeit bedeutet nicht, dass die Karosseriemaße identisch sind. BMW weist ausdrücklich darauf hin, dass sich Radstand, Überhänge und Abmessungen des i3 und der Benzinmodelle aufgrund ihrer unterschiedlichen Konstruktion geringfügig unterscheiden. Für Käufer bedeutet das: Maße und Platzangebot im Innenraum sollten für die gewünschte Version geprüft werden, statt die Angaben eines 3ers auf die andere Variante zu übertragen.

Was sich unter der Karosserie ändert
Merkmal | Benzinbetriebener 3er | Elektrischer i3 |
|---|---|---|
Fahrzeugbasis | Architektur für Versionen mit Verbrennungsmotor | Spezielle Elektrofahrzeug-Architektur der Neue Klasse |
Antrieb zum Marktstart | Vierzylinder- und Sechszylinder-Benzinmotoren mit 48-Volt-Mildhybridsystem | Zwei Elektromotoren, Allradantrieb bei den angekündigten Modellen i3 40 xDrive und i3 50 xDrive |
Tanken oder Laden | Benzin; das 48-Volt-System wird nicht an einer Ladestation geladen | Laden der Batterie am Stromnetz; für den i3 50 xDrive ist eine DC-Ladeleistung von bis zu 400 kW angegeben |
Werk in Deutschland | Dingolfing | München |
Der Begriff Neue Klasse braucht an dieser Stelle eine genauere Einordnung. Er bezeichnet sowohl den neuen Stil der gesamten Modellfamilie als auch die eigenständige Elektroarchitektur des i3. Der benzinbetriebene 3er trägt das Neue-Klasse-Design, ist aber kein i3 mit ausgetauschtem Motor. BMW verwendet außerdem unterschiedliche Einstellungen für die Dynamikregelsysteme der Elektro- und der Benzinversion.
Was über den elektrischen i3 bekannt ist
BMW hat zwei Versionen mit Allradantrieb angekündigt. Der i3 40 xDrive leistet 374 metrische PS, verfügt über eine 82,8-kWh-Batterie und soll nach WLTP bis zu 710 km weit kommen. Der i3 50 xDrive bietet 469 metrische PS, eine 108,7-kWh-Batterie und eine WLTP-Reichweite von bis zu 912 km. Für die stärkere Version nennt BMW eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,7 Sekunden.

Die für den i3 50 xDrive angegebenen 400 kW sind die Spitzenleistung beim Schnellladen und keine konstante Ladegeschwindigkeit über die gesamte Ladedauer. Die BMW-Angabe „bis zu 423 km in zehn Minuten“ wurde unter geeigneten Bedingungen und an einer Ladestation ermittelt, die die erforderliche Leistung bereitstellen kann, und bezieht sich auf den WLTP-Zyklus. Die WLTP-Reichweite von 912 km ist kein Versprechen, dass diese Strecke bei jeder Fahrt erreicht wird: Wetter, Geschwindigkeit, Reifen und der Betrieb der Klimaanlage beeinflussen das Ergebnis. Bei der ersten Vorstellung des i3 am 18. März kennzeichnete BMW die frühen Angaben ausdrücklich als vorläufig. Die hier genannten Zahlen stammen aus der Veröffentlichung im September.
Was über den benzinbetriebenen 3er bekannt ist
Die angekündigte Modellpalette umfasst Vierzylinderversionen sowie den M350 xDrive mit einem Reihenbenziner mit sechs Zylindern. Für den M350 xDrive nennt BMW eine Leistung von 326 kW beziehungsweise 443 metrischen PS und eine Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 4,1 Sekunden. Das Mildhybridsystem arbeitet mit einer 48-Volt-Technik; es handelt sich nicht um einen Plug-in-Hybrid. Eine PHEV-Version will BMW 2027 ergänzen. Dieselmodelle werden in der Startübersicht nicht genannt. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass das Unternehmen sie auf allen Märkten endgültig aufgegeben hat.

Warum ist in den Nachrichten von 443 und 437 PS die Rede?
In der weltweiten BMW-Pressemitteilung wird die Leistung des M350 xDrive mit 326 kW beziehungsweise 443 metrischen PS angegeben, in der US-Mitteilung dagegen mit 437 hp. Es handelt sich um unterschiedliche Umrechnungen derselben Leistung in Kilowatt. Die Abweichung allein bedeutet daher nicht, dass ein anderer Motor oder eine andere Abstimmung für die USA verwendet wird.
Wie sich die Versionen vor dem Kauf vergleichen lassen
Die erste Frage lautet, wo das Fahrzeug eingesetzt werden soll. Die angegebene Reichweite des i3 lässt sich sinnvoll nur zusammen mit den verfügbaren Lademöglichkeiten auf den üblichen Strecken bewerten. Beim benzinbetriebenen 3er sind der konkrete Motor, der Antrieb und die Verfügbarkeit der gewünschten Ausstattung im jeweiligen Markt entscheidender. Auch die Innenausstattung sollte separat geprüft werden: Ein gemeinsames Design bedeutet nicht, dass jede Option serienmäßig enthalten ist.
Drei Prüfungen in der Fahrzeugbeschreibung
Die vollständige Modellbezeichnung prüfen: i3 40 xDrive, i3 50 xDrive, benzinbetriebener 3er oder M350 xDrive.
Den Zielmarkt prüfen: verfügbare Motoren, Preise und Ausstattungen unterscheiden sich je nach Land.
Beim i3 nicht nur auf die WLTP-Reichweite achten, sondern auch auf die Ladebedingungen. Bei der Benzinversion darf Mildhybrid nicht mit dem künftigen PHEV verwechselt werden.
Auch die Verkaufsstarts hängen vom jeweiligen Land ab. In der US-Pressemitteilung von BMW ist der Marktstart des i3 50 xDrive, 330, 330 xDrive und M350 xDrive für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Dort werden außerdem die Preise für die USA genannt. Ohne lokale Preislisten lassen sie sich nicht auf andere Märkte übertragen. Zum Stand vom 30. September 2026 ist der verlässlichste Vergleich daher: zunächst den Markt und die konkreten Versionen auswählen und anschließend deren offizielle technische Daten prüfen.










