
Der Rezvani Beast X wirkt wie ein eigenständiger Hypercar. Im Mittelpunkt der Meldung steht jedoch nicht das Design, sondern die Liste der angekündigten technischen Daten. Das Unternehmen nennt 1560 hp, Allradantrieb und eine Beschleunigung auf 60 Meilen pro Stunde in 1,9 Sekunden. Die Produktion ist auf nur fünf Fahrzeuge begrenzt. Solche Angaben müssen sorgfältig eingeordnet werden: Einige Daten stammen vom Hersteller, unabhängige Messungen liegen bislang nicht vor.
Was bedeutet das Datum 10. August 2026?
Am 10. August 2026 veröffentlichten Automobilmedien erste ausführliche Berichte über den Beast X. Das ist kein bestätigter Produktionsstart. Auf der offiziellen Rezvani-Website wird kein Premierendatum genannt. Auch der Preis des Fahrzeugs und der Zeitplan für die Auslieferung der ersten Fahrzeuge an Kunden sind nicht bekannt.
Was Rezvani offiziell angibt
Auf der offiziellen Beast-X-Seite werden ein 6,2-Liter-V8 mit zwei Turboladern, ein achtstufiges Doppelkupplungsgetriebe und ein permanenter intelligenter Allradantrieb genannt. Dort stehen außerdem 1560 hp und ein Drehmoment von 1280 lb-ft. Die Bezeichnung „1560 hp“ wird in manchen Sprachen als 1560 PS wiedergegeben, es handelt sich jedoch um unterschiedliche Maßeinheiten. Für eine präzise Wiedergabe sollte daher die Herstellerangabe beibehalten werden.

Parameter | Stand der Informationen am 11.08.2026 | Status der Daten |
|---|---|---|
Motor | 6,2-Liter-V8 mit zwei Turboladern | Angabe von Rezvani |
Leistung und Drehmoment | 1560 hp und 1280 lb-ft | Angabe von Rezvani |
Getriebe und Antrieb | 8-Gang-DCT, permanenter intelligenter Allradantrieb | Angabe von Rezvani |
Beschleunigung 0–60 Meilen/h | 1,9 Sekunden | Angabe von Rezvani; keine unabhängige Messung |
Stückzahl | Fünf Exemplare | Angabe von Rezvani |
Fahrzeugpreis | Nicht veröffentlicht | Keine offiziellen Daten |
Warum 1,9 Sekunden noch kein Testergebnis sind
Die Beschleunigung auf 60 Meilen pro Stunde in 1,9 Sekunden ist eine Herstellerangabe. Um diesen Wert zu erreichen, müssen Fahrbahnoberfläche, Temperatur, Reifen, Ladezustand oder Betriebszustand der Fahrzeugsysteme sowie das Startverfahren berücksichtigt werden. Solange der Beast X nicht von unabhängigen Redaktionen mit Messausrüstung getestet wurde, ist nur folgende Formulierung korrekt: Rezvani gibt 1,9 Sekunden an, doch der Wert wurde nicht durch einen unabhängigen Test bestätigt.

Dasselbe gilt für die Aerodynamik und den Effekt der Magnesiumräder. Rezvani erklärt, jedes Rad verringere die ungefederte Masse um sieben Pfund und verbessere das Ansprechverhalten des Fahrzeugs. Die Radkonstruktion ist auf der Modellseite bestätigt. Ihr Einfluss auf Bremsen und Kurvenverhalten kann bislang jedoch nur als Einschätzung des Herstellers betrachtet werden.

Die Verbindung zur Corvette: Wo Berichte enden und Vermutungen beginnen
Fachmedien bezeichnen den Beast X als überarbeitete Chevrolet Corvette C8. In der veröffentlichten technischen Tabelle nennt Rezvani jedoch weder die ursprüngliche Corvette-Version noch beschreibt das Unternehmen den Hybridantrieb oder die Komponenten des modifizierten Fahrwerks. Deshalb lässt sich der Beast X nicht automatisch als E-Ray bezeichnen, und die technischen Daten der Serien-Corvette können nicht einfach auf ihn übertragen werden.

Das ist ein entscheidender Unterschied. Bei der serienmäßigen Chevrolet Corvette E-Ray wird der Allradantrieb durch eine elektrische Vorderachse in Verbindung mit einem freisaugenden V8 erzeugt. Die Corvette ZR1 verfügt dagegen über einen anderen V8: einen 5,5-Liter-Motor mit zwei Turboladern. Für den Beast X ist ein 6,2-Liter-Biturbo-V8 angekündigt. Eine ähnliche Silhouette oder eine gemeinsame Ausgangsplattform erklärt daher nicht dessen Antriebskonzept.
Die Stückzahl ist bekannt, die Kaufbedingungen nicht
Rezvani will fünf Beast X bauen. Auf der Website wird eine rückerstattbare Anzahlung von 1500 Dollar für einen Produktionsplatz entgegengenommen. Das ist jedoch weder der veröffentlichte Fahrzeugpreis noch ein vollständiger Kaufvertrag. Der endgültige Preis, der Liefermarkt, der Service und die Zulassung für ein bestimmtes Land sind weiterhin offen.

Bei einem solchen Projekt ist das wichtiger als eine beeindruckende Leistungszahl. Ein Kleinserienfahrzeug kann individuelle Spezifikationen erhalten. Seine Verfügbarkeit hängt deshalb nicht nur von der Zahlung ab, sondern auch von den örtlichen Vorschriften für Zulassung, Versicherung und Wartung.
Was sich über den Beast X bereits sagen lässt
Der Beast X ist keine serienmäßige Corvette mit Tuningpaket, sondern ein eigenständiges Kleinserienprojekt von Rezvani mit einer eigenen Karosserie aus Kohlefaser, einem angekündigten V8 und Allradantrieb. Das Unternehmen hat die grundlegenden technischen Daten und die begrenzte Stückzahl veröffentlicht, aber weder den Preis noch das Erscheinungsdatum, das Gewicht, bestätigte Messwerte oder Einzelheiten zur ursprünglichen Plattform genannt. Diese Informationen sollten abgewartet werden, bevor der Beast X mit einer Corvette oder anderen Hypercars verglichen wird.










