
Am 16.07.2026 stellte XPENG den Crossover L03 in München weltweit vor. Der Hersteller kündigte an, dass das Modell für 65 Länder und Regionen vorgesehen ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Auslieferungen in allen Märkten gleichzeitig beginnen. In Deutschland werden bereits Bestellungen angenommen; die ersten Fahrzeuge sollen im vierten Quartal 2026 bei den Kunden eintreffen.
Der XPENG L03 wird als reines Elektroauto und als REEV mit Benzingenerator angeboten. Europäische Käufer sollten die technischen Daten dieser Versionen nicht mit den Angaben zum chinesischen Mona L03 verwechseln: Batteriekapazität, Kofferraumvolumen, Ausstattung und Verfahren zur Reichweitenmessung können abweichen.
Die wichtigsten Termine zum Marktstart des XPENG L03
02.07.2026 — XPENG öffnete in China die Vorbestellungen für den Mona L03, wie chinesische Automobilmedien berichteten.
16.07.2026 — XPENG präsentierte den L03 in München weltweit. Am selben Tag öffnete die deutsche Markensparte ihren Konfigurator und begann mit der Annahme von Bestellungen.
Herbst 2026 — die REEV-Version mit Reichweitenverlängerer soll in Deutschland verfügbar werden.
Viertes Quartal 2026 — die Auslieferungen des L03 an deutsche Kunden sollen beginnen.
Bei der Weltpremiere kündigte XPENG außerdem eine Partnerschaft mit Google Maps an. Einzelheiten zum Marktstart und zur Integration der Navigation finden sich in der offiziellen XPENG-Ankündigung.
XPENG-L03-Versionen für Europa
Zum Zeitpunkt der Premiere lagen die ausführlichsten Informationen für Deutschland vor. Die unten genannten Preise enthalten die lokale Mehrwertsteuer und können daher in anderen Ländern abweichen. Die aktuellen technischen Daten sind im offiziellen deutschen XPENG-L03-Konfigurator aufgeführt.
Version | Batterie | Antrieb und Leistung | WLTP-Reichweite | Maximale DC-Ladeleistung | Preis in Deutschland |
Heckantrieb Standardreichweite | 58.3 kWh, LFP | Heckantrieb, 180 kW | Bis zu 445 km | 193 kW | Ab 35.600 € |
Heckantrieb Langstrecke | 71.2 kWh, LFP | Heckantrieb, 180 kW | Bis zu 520 km | 236 kW | Ab 38.600 € |
Allradantrieb Performance | 71.2 kWh, LFP | Allradantrieb, 285 kW | Bis zu 440 km | Bis zu 236 kW | Ab 41.600 € |
Allradantrieb Performance Ultra | 71.2 kWh, LFP | Allradantrieb, 285 kW | Bis zu 440 km | Bis zu 236 kW | Ab 46.600 € |
Heckantrieb PowerX Langstrecke REEV | 37.25 kWh, LFP | Elektroantrieb; der Benzinmotor arbeitet als Generator | Mehr als 200 km elektrisch; insgesamt bis zu 1000 km | Genaue Daten nicht veröffentlicht | Ab 38.600 € |

Die genannten europäischen Werte bleiben vorläufig, bis die verpflichtende Homologation abgeschlossen ist. Die endgültigen Angaben zu Energieverbrauch und Reichweite in den Zulassungsunterlagen können daher noch geringfügig abweichen.
Was die beiden Batterieoptionen und der Heckantrieb bieten
Die Basisversion nutzt eine 58.3-kWh-LFP-Batterie. Ihr 180 kW starker Elektromotor sitzt an der Hinterachse und entwickelt ein maximales Drehmoment von 264 N·m. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert 7.5 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit ist auf 180 km/h begrenzt.
Die Langstreckenversion behält die gleiche Leistung und den gleichen Antrieb, ihre Batteriekapazität steigt jedoch auf 71.2 kWh. Die WLTP-Reichweite erhöht sich von 445 auf 520 km, während sich die Beschleunigung auf 100 km/h auf 6.6 Sekunden verbessert.

Die Langstreckenversion scheint die ausgewogenste Wahl für längere Fahrten zu sein: Sie behält den Heckantrieb, bietet die höchste angegebene Reichweite und unterstützt eine höhere maximale Schnellladeleistung.
Warum für das Laden zwei unterschiedliche Zeiten genannt werden
XPENG verwendet eine 400-Volt-Bordnetzarchitektur. Für die Standardreichweite wird eine maximale DC-Ladeleistung von 193 kW angegeben, während die Langstreckenversion 236 kW unterstützt.

Im Konfigurator werden für eine Ladung von 10–80 % rund 20 Minuten genannt. Die offizielle Mitteilung der deutschen Markensparte spricht dagegen von 18 Minuten, bezieht sich aber auf einen Ladezustand von 20–80 %. Da es sich um unterschiedliche Ladeintervalle handelt, widersprechen sich die Angaben nicht unmittelbar.
Die tatsächliche Ladegeschwindigkeit hängt von der Batterietemperatur, der Leistung der Ladesäule, dem aktuellen Ladezustand und davon ab, ob das Navigationssystem die Batterie vor dem Eintreffen an der Ladestation vorkonditioniert hat.
So funktioniert die REEV-Version
Beim REEV werden die Räder von einem Elektromotor angetrieben. Der 1.5-Liter-Benzinmotor ist mechanisch nicht mit den Rädern verbunden und dient zur Stromerzeugung. Die 37.25-kWh-Batterie kann wie bei einem Plug-in-Hybrid an einer externen Stromquelle geladen werden.
Für die deutsche Version werden mehr als 200 km rein elektrische Reichweite und insgesamt bis zu 1000 km angegeben. Die endgültigen Werte für Kraftstoffverbrauch, Energieverbrauch und Emissionen sollen nach der Homologation veröffentlicht werden.
Diese Version richtet sich an Fahrer, die im Alltag elektrisch unterwegs sein möchten, auf längeren Strecken aber nicht vollständig von der Ladeinfrastruktur abhängig sein wollen. Der REEV ist jedoch komplexer und schwerer als ein herkömmliches Elektroauto, da er gleichzeitig eine Antriebsbatterie, einen Kraftstofftank und einen Motor-Generator mitführt.
Abmessungen, Kofferraum und Ausstattung
Der europäische XPENG L03 ist 4650 mm lang, 1920 mm breit und 1600 mm hoch. Der Radstand beträgt 2850 mm. Das Modell bietet fünf Sitzplätze, der angegebene Wendekreis beträgt 10.5 Meter.
Die Elektroversionen mit Heckantrieb verfügen über einen vorderen Kofferraum mit bis zu 89 Litern Fassungsvermögen. Das Hauptgepäckabteil der deutschen Ausführung fasst 367 Liter. Diese Werte sollten nicht durch die für den chinesischen Mona L03 veröffentlichten Volumenangaben ersetzt werden, da das europäische Fahrzeug eine andere Konfiguration besitzt.
Der Innenraum umfasst ein 8.88-Zoll-Digitalinstrument, einen 15.6-Zoll-Zentralbildschirm und ein 26.8-Zoll-Head-up-Display. Zur Serienausstattung gehören eine Wärmepumpe, ein Panoramadach, eine Zweizonen-Klimaautomatik, beheizte und belüftete Vordersitze, eine elektrische Heckklappe sowie das XPILOT-ASSIST-System. Weitere Informationen zu Design und Technik bietet die offizielle XPENG-L03-Modellseite.

Was die Integration von Google Maps verändert
XPENG zufolge wird der L03 das erste Modell der Marke außerhalb Chinas mit einer Navigation auf Basis des Google Maps Auto SDK sein. Das System wird in die Fahrzeugschnittstelle integriert, sodass der Fahrer keine separate Smartphone-App starten oder deren Inhalt auf den Fahrzeugbildschirm spiegeln muss.
Das Navigationssystem kann Verkehrslage berücksichtigen, Ziele suchen, Routen berechnen und den Energieverbrauch schätzen. Die Kartendaten sollen außerdem XPILOT ASSIST und NGP in Märkten unterstützen, in denen die entsprechenden Funktionen zulässig und verfügbar sind.
Die Erwähnung von NGP macht den L03 nicht zu einem selbstfahrenden Auto. Bei den verfügbaren Funktionen handelt es sich um Fahrerassistenzsysteme. Der Fahrer muss die Straße weiterhin überwachen und bleibt für die Kontrolle des Fahrzeugs verantwortlich.
Was bisher noch nicht bekannt ist
die vollständige Liste der Länder, in denen der Verkauf zuerst beginnt;
Preise und Ausstattungsstufen außerhalb der bereits gestarteten europäischen Konfiguratoren;
die endgültig zertifizierten WLTP-Werte;
detaillierte Angaben zum Laden und Energieverbrauch der REEV-Version;
die genauen Termine für die Einführung erweiterter NGP-Funktionen in den einzelnen Ländern.
Der weltweite Marktstart in 65 Ländern und Regionen zeigt die Größenordnung der XPENG-Pläne. Welche konkrete Version verfügbar ist, sollte jedoch auf der jeweiligen lokalen Website der Marke geprüft werden. Für den europäischen Markt sind bereits vier vollelektrische Ausstattungslinien, eine REEV-Version und der Beginn der Auslieferungen in Deutschland im vierten Quartal 2026 bestätigt.










