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Porsche Taycan erhält virtuelle Gänge: Was E-Shift verändert

Konstantin Lupandin
Konstantin Lupandin
24. Juni 20262 Min. LesezeitAufrufe: 591
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  1. So funktioniert E-Shift
  2. Das ist kein echtes Achtgang-Getriebe
  3. Für wen diese Abstimmung interessant sein kann
  4. Was sich beim Porsche Taycan 2027 sonst noch ändert
  5. Das Wichtigste

Inhalt

  1. So funktioniert E-Shift
  2. Das ist kein echtes Achtgang-Getriebe
  3. Für wen diese Abstimmung interessant sein kann
  4. Was sich beim Porsche Taycan 2027 sonst noch ändert
  5. Das Wichtigste
Porsche Taycan erhält virtuelle Gänge: Was E-Shift verändert

Häufig gestellte Fragen

E-Shift simuliert virtuelle Schaltvorgänge, verändert das Ansprechverhalten beim Beschleunigen und Verzögern, ergänzt Sound sowie eine Ganganzeige und einen virtuellen Drehzahlmesser. Es ist kein physisches Achtgang-Getriebe.

Im manuellen Modus stehen acht virtuelle Gänge zur Verfügung, die der Fahrer mit den Schaltwippen am GT-Sportlenkrad wechselt. Im Automatikmodus wählt das System den virtuellen Gang selbst.

Laut der offiziellen Mitteilung von Porsche ist E-Shift für alle Taycan-Varianten und Karosserieformen als Option in Verbindung mit dem GT-Sportlenkrad und Schaltwippen erhältlich. Beim Taycan Turbo GT gehört es zur Serienausstattung.

Porsche hat den Taycan für das Modelljahr 2027 überarbeitet und E-Shift ergänzt - ein System, das die Funktion eines Getriebes im Elektroauto imitiert. Es erzeugt virtuelle Schaltvorgänge, verändert das Ansprechverhalten beim Beschleunigen und Verzögern, ergänzt einen Sound und zeigt auf dem Kombiinstrument einen virtuellen Drehzahlmesser an. Das ist kein neues Achtgang-Getriebe, sondern eine Abstimmung des Fahrgefühls.

Laut der offiziellen Mitteilung von Porsche ist E-Shift für alle Taycan-Varianten und Karosserieformen als Option in Verbindung mit dem GT Sportlenkrad und Schaltwippen erhältlich. Beim Taycan Turbo GT gehört das System zur Serienausstattung.

So funktioniert E-Shift

Bei einem normalen Elektroauto baut sich der Vortrieb fast kontinuierlich auf: Der Fahrer tritt das Pedal, und der Elektromotor liefert das Drehmoment sehr schnell und ohne die gewohnte Pause zwischen den Gängen. Porsche wollte diese Abgabe rhythmischer machen. E-Shift modelliert Gangwechsel so, dass der Fahrer einen Ruck beim Schalten, eine Veränderung des Vortriebs und einen virtuellen Drehzahlbegrenzer spürt.

Im manuellen Modus stehen acht virtuelle Gänge zur Verfügung. Der Fahrer schaltet sie mit den Wippen am GT-Sportlenkrad. Das System imitiert auch die Motorbremswirkung: Beim Loslassen des Pedals verändert sich die Reaktion je nach gewähltem virtuellen Gang. Der Porsche Electric Sport Sound passt sich der Last und den angenommenen „Drehzahlen“ an, und auf dem Display erscheinen Ganganzeige, Drehzahlmesser und Schaltaufforderung.

E-Shift-Element

Wie es funktioniert

Was der Fahrer spürt

Automatikmodus

Das System wählt den virtuellen Gang selbst

Die Beschleunigung wirkt gestufter, ohne manuelle Eingriffe

Manueller Modus

Acht virtuelle Gänge werden mit den Wippen geschaltet

Ein klarer Schaltpunkt und mehr Beteiligung am Fahren

Verzögerungssimulation

Beim Gaswegnehmen verändert sich das virtuelle Bremsmoment

Das Ansprechverhalten erinnert an die Verzögerung im niedrigeren Gang

Sound und Anzeige

Electric Sport Sound, virtueller Drehzahlmesser und Ganganzeige arbeiten synchron

Der Fahrer bekommt akustisches, visuelles und haptisches Feedback

Das ist kein echtes Achtgang-Getriebe

Beim Taycan gab es schon zuvor ein echtes Getriebe: An der Hinterachse kommt eine zweistufige Übersetzung zum Einsatz. Die erste Stufe hilft beim kräftigen Anfahren, die zweite ist auf Effizienz und hohe Geschwindigkeit ausgelegt. Porsche hat den Aufbau im technischen Material zum Taycan-Antrieb ausführlich beschrieben technischen Material zum Taycan-Antrieb.

E-Shift macht daraus kein physisches Achtgang-Getriebe. Porsche bezeichnet die Schaltvorgänge ausdrücklich als virtuell, und auf der aktuellen Taycan-Seite spricht die Marke von einer Nachbildung des PDK-Verhaltens. Daher ist die Funktion nicht dazu gedacht, die Nennleistung, die Reichweite oder die Ladegeschwindigkeit zu erhöhen. Ihr Ziel ist es, die Reaktionen des Elektroautos ausdrucksstärker und besser kontrollierbar zu machen - für Fahrer, denen der eigentliche Fahrprozess wichtig ist.

Für wen diese Abstimmung interessant sein kann

E-Shift richtet sich vor allem an alle, denen im Elektroauto ein wechselnder Rhythmus beim Beschleunigen und eine klare Verbindung zwischen Fahrerhandlung und Fahrzeugreaktion fehlen. Im manuellen Modus bestimmt der Fahrer den Schaltzeitpunkt selbst, statt nur das Fahrpedal bis zur gewünschten Geschwindigkeit gedrückt zu halten.

Wer am Elektroauto vor allem den leisen und möglichst gleichmäßigen Vortrieb schätzt, braucht die Funktion möglicherweise nicht. Da E-Shift für die meisten Taycan-Versionen als Option angeboten wird, lohnt es sich beim Bestellen, die Funktion bei einer Probefahrt zu prüfen und im Konfigurator die Verfügbarkeit für den jeweiligen Markt zu kontrollieren.

Was sich beim Porsche Taycan 2027 sonst noch ändert

Parallel zu E-Shift überarbeitet Porsche das Infotainment. Im Taycan kommt die Benutzeroberfläche Porsche Digital Interaction mit schnellerem PCM, anpassbaren Widgets, einem dreidimensionalen Fahrzeugmodell in Karosseriefarbe und erweiterten Funktionen des Sprachassistenten Voice Pilot. Außerdem sind eine tiefere Integration von Apple CarPlay und Android Auto, ein optimierter Charging Planner und Over-the-Air-Updates für das Infotainment angekündigt.

Diese Änderungen hängen nicht direkt mit den virtuellen Gängen zusammen, zeigen aber den allgemeinen Ansatz von Porsche bei der Überarbeitung des Taycan: Der Hersteller optimiert nicht nur die Eigenschaften des Elektroantriebs, sondern auch, wie der Fahrer das Auto während der Fahrt wahrnimmt und täglich mit ihm interagiert.

Das Wichtigste

Der Porsche Taycan 2027 verzichtet nicht auf die Vorteile eines Elektroautos - schnelles Ansprechen und gleichmäßigen Vortrieb. Stattdessen bietet E-Shift ein alternatives Szenario: Der Fahrer kann virtuelle Schaltvorgänge, Sound und eine deutlichere Reaktion auf seine Eingaben hinzufügen. Für Käufer des Taycan bedeutet dieses System nicht mehr »Gänge«, sondern mehr Auswahl beim Charakter des Autos.

Für bereits ausgelieferte Taycan hat Porsche bisher keine Möglichkeit zur Nachrüstung von E-Shift angekündigt. In den veröffentlichten Unterlagen gehört das System zum überarbeiteten Modelljahr 2027.

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