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Der Benziner bleibt: BMW testet die nächste M3-Generation auf dem Nürburgring

Konstantin Lupandin
Konstantin Lupandin
Juli 18, 20263 Min. LesezeitAnsichten 6
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  1. Was der Prototyp auf dem Nürburgring gezeigt hat
  2. BMW entwickelt zwei unterschiedliche M3
  3. Wie M Ignite den Reihensechszylinder bewahren soll
  4. Bleibt das manuelle Getriebe erhalten?
  5. Wie sich der Benzin-M3 vom Elektro-M3 unterscheiden wird
  6. Zeitleiste der Entwicklung des neuen BMW M3
  7. Wann wird der neue BMW M3 vorgestellt?

Inhalt

  1. Was der Prototyp auf dem Nürburgring gezeigt hat
  2. BMW entwickelt zwei unterschiedliche M3
  3. Wie M Ignite den Reihensechszylinder bewahren soll
  4. Bleibt das manuelle Getriebe erhalten?
  5. Wie sich der Benzin-M3 vom Elektro-M3 unterscheiden wird
  6. Zeitleiste der Entwicklung des neuen BMW M3
  7. Wann wird der neue BMW M3 vorgestellt?
Der Benziner bleibt: BMW testet die nächste M3-Generation auf dem Nürburgring

Mitte Juli 2026 wurde auf dem Nürburgring ein getarnter Prototyp des nächsten BMW M3 gesichtet. Er verfügt über vier Auspuffendrohre und den charakteristischen Klang eines Reihensechszylinders. Die ersten ausführlichen Berichte über das Fahrzeug erschienen am 16.–17.07.2026. Sie bestätigten, dass BMW neben einem vollelektrischen M3 auch eine separate Version mit Verbrennungsmotor vorbereitet.

Der nächste M3 wird kein reines Elektroauto. BMW entwickelt zwei Modelle parallel: eine Elektroversion auf Basis der Neue-Klasse-Technologien und eine Benzinversion mit Reihensechszylinder. Das Serienfahrzeug mit Verbrennungsmotor wurde allerdings noch nicht vorgestellt. Deshalb sind genaue Angaben zu Leistung, Antrieb, Getriebe, Ausstattung und Verkaufsstart offiziell noch nicht bekannt.

Was der Prototyp auf dem Nürburgring gezeigt hat

Das Testfahrzeug war an seinen verbreiterten Radläufen, großen Bremsen, einem kleinen Spoiler auf dem Kofferraumdeckel und vier Auspuffendrohren zu erkennen. Außerdem besitzt es eine deutlich längere Motorhaube als die elektrischen Prototypen des künftigen M3. Diese Bauweise passt zu einem längs eingebauten Reihensechszylinder.

An der Karosserie ist bereits die Verbindung zur neuen Designsprache von BMW erkennbar. Scheinwerfer und Kühlergrill wirken optisch zu einer Einheit verbunden, die Frontschürze besitzt große Lufteinlässe, und die Silhouette ist klarer als beim aktuellen M3 der Baureihe G80. Die Karosserieteile des Testwagens können sich bis zur Premiere jedoch noch ändern. Das endgültige Seriend design lässt sich daher aus dem Prototypen nicht zuverlässig ableiten.

Auch Videos und Fotos geben keinen Aufschluss über den Hubraum, das Vorhandensein eines 48-Volt-Systems oder die Abstimmung der Serienabgasanlage. Der markante Klang bestätigt den Einsatz eines Verbrennungsmotors, verrät aber nicht dessen endgültige Auslegung.

BMW entwickelt zwei unterschiedliche M3

Der offizielle Teil der Strategie wurde bereits am 14.01.2026 bekannt. An diesem Tag teilte BMW mit, ab 2027 vollelektrische M-Modelle der nächsten Generation auf den Markt zu bringen. In der offiziellen Mitteilung von BMW M werden vier Elektromotoren, eine 800-Volt-Architektur, eine Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von mehr als 100 kWh und eine separate Kraftverteilung an jedem Rad bestätigt.

Am 12.06.2026 stellte das Unternehmen beim Rennen „24 Stunden von Le Mans“ das BMW M Concept Neue Klasse vor. Das Konzeptfahrzeug zeigte nicht nur das Erscheinungsbild des künftigen elektrischen M-Modells, sondern auch Elemente, die auf den Benzin-M3 übertragen werden könnten: verbundene Scheinwerfer und einen verbundenen Kühlergrill, breite Radläufe, einen ausgeprägten Heckspoiler und Bauteile aus Naturfasern.

Das Benzinfahrzeug wird eine eigenständige Version und kein Elektroplattform-Modell mit nachträglich eingebautem Verbrennungsmotor. In einem am 15.06.2026 veröffentlichten Interview erklärte BMW-M-Chef Frank van Meel, dass das Unternehmen am Prinzip eines „reinen“ Antriebsstrangs festhält: Ein M3 wird vollelektrisch sein, der zweite behält den Verbrennungsmotor. Ein Plug-in-Hybridsystem wie im aktuellen M5 ist für den neuen Benzin-M3 nicht vorgesehen.

Die Bezeichnung als Benzinfahrzeug schließt einen kompakten Startergenerator oder ein anderes Mildhybridsystem jedoch nicht aus. Fachmedien halten eine 48-Volt-Elektrifizierung für möglich, BMW hat deren Vorhandensein und Aufbau aber noch nicht offengelegt. Den künftigen M3 bereits als bestätigten Mildhybrid zu bezeichnen, wäre daher verfrüht.

Wie M Ignite den Reihensechszylinder bewahren soll

Das wichtigste technische Argument für die Fortsetzung der Benziner-Baureihe ist die Technologie M Ignite. BMW stellte sie am 07.05.2026 vor und kündigte an, dass die Produktion der aktuellen M3 und M4 mit dem neuen System im Juli 2026 beginnen werde. Ab August soll es auch im M2 zum Einsatz kommen.

M Ignite nutzt eine Vorkammerzündung sowie eine zusätzliche Zündkerze und Zündspule in der Vorkammer. Bei hoher Last wird das Luft-Kraftstoff-Gemisch an mehreren Stellen im Hauptbrennraum gleichzeitig entzündet. Nach Angaben des Herstellers beschleunigt dies die Verbrennung, verringert das Klopfrisiko und senkt den Kraftstoffverbrauch bei intensiver Fahrweise, insbesondere auf der Rennstrecke.

Zusammen mit der Vorkammerzündung setzt BMW auf ein höheres Verdichtungsverhältnis und Turbolader mit variabler Turbinengeometrie. Eine ausführliche Beschreibung des Systems ist im offiziellen BMW-Material zu M Ignite veröffentlicht.

Bei den aktuellen M3 und M4 ändern sich Hubraum und Leistung durch die Einführung von M Ignite nicht. Die neue Technologie dient vor allem der Effizienzsteigerung und der Erfüllung der Euro-7-Anforderungen. Für neue Pkw-Typen der Klasse M1 gelten die Euro-7-Vorgaben ab dem 29.11.2026, für alle neuen Fahrzeuge dieser Kategorie ab dem 29.11.2027.

Frank van Meel bestätigte, dass der weiterentwickelte S58-Motor in künftigen M-Modellen eingesetzt wird. Damit ist er die wahrscheinlichste Basis für den nächsten Benzin-M3. BMW hat die technischen Daten des neuen Modells jedoch noch nicht veröffentlicht. Deshalb lässt sich nicht behaupten, dass der Serienmotor Hubraum, Aufladung und Leistungswerte des aktuellen Triebwerks vollständig übernimmt.

Bleibt das manuelle Getriebe erhalten?

Der aktuelle heckgetriebene BMW M3 wird in einigen Ländern weiterhin mit einem manuellen Sechsganggetriebe angeboten. Die Competition-Version nutzt eine Achtgangautomatik, während der M3 Competition M xDrive mit Automatikgetriebe und Allradantrieb ausgestattet ist.

Am 17.07.2026 berichtete Autocar, dass ein manuelles Getriebe für den nächsten M3 weiterhin geprüft werde. Das Magazin zitierte Frank van Meel mit der Aussage, BMW wolle das Schaltgetriebe in den Benzinmodellen von M so lange wie möglich erhalten. Der BMW-M-Chef hatte zuvor auch erklärt, dass damit die emotionale Verbindung des Fahrers zum Fahrzeug bewahrt werden solle.

Das ist noch keine Bestätigung für einen Serien-M3 mit drei Pedalen. Die Entscheidung hängt von der Konstruktion des Antriebsstrangs, der Nachfrage und der Verfügbarkeit von Komponenten ab. Sollte ausschließlich der Allradantrieb xDrive als Grundkonzept vorgesehen sein, wäre die Produktion einer Version mit manuellem Getriebe schwieriger. Auch Berichte über den Verzicht auf Hinterradantrieb und den ausschließlichen Einsatz einer Automatik bleiben vorerst Annahmen der Fachmedien.

Wie sich der Benzin-M3 vom Elektro-M3 unterscheiden wird

Merkmal

Benzin-M3

Elektro-M3

Antriebssystem

Reihensechszylinder; genaue Auslegung noch nicht bekannt

Vier Elektromotoren, je einer pro Rad

Hybridsystem

Plug-in-Hybrid ausgeschlossen; Mildhybrid offiziell nicht bestätigt

Vollelektrische BMW-M-eDrive-Architektur

Batterie

Keine PHEV-Traktionsbatterie geplant

Nutzbare Kapazität von mehr als 100 kWh

Elektrische Architektur

Keine Angaben veröffentlicht

800 V

Antrieb

Nicht bestätigt; Medien erwarten xDrive

Allradantrieb mit der Möglichkeit, die vorderen Elektromotoren abzuschalten

Getriebe

Nicht bestätigt; ein manuelles Getriebe bleibt möglich

Kein herkömmliches Mehrganggetriebe; angekündigt sind simulierte Schaltvorgänge und Schaltwippen

Marktstart

Offiziell nicht angekündigt; Fachmedien erwarten 2028

Die neue elektrische BMW-M-Baureihe startet ab 2027

Zeitleiste der Entwicklung des neuen BMW M3

Datum

Ereignis

Informationsstatus

14.01.2026

BMW veröffentlichte erste technische Daten zu den vollelektrischen M-Modellen der nächsten Generation

Offiziell

07.05.2026

BMW stellte die M-Ignite-Technologie für die Reihensechszylinder der Modelle M3, M4 und M2 vor

Offiziell

12.06.2026

Das BMW M Concept Neue Klasse feierte in Le Mans seine Premiere

Offiziell

15.06.2026

Der BMW-M-Chef bestätigte einen eigenständigen Benzin-M3 ohne Plug-in-Hybridsystem

Aussage des Unternehmenschefs in einem Interview

16.–17.07.2026

Neue Videos und Fotos des Benzin-Prototyps auf dem Nürburgring wurden veröffentlicht

Beobachtungen der Fachmedien

Wann wird der neue BMW M3 vorgestellt?

BMW hat offiziell angekündigt, 2027 eine neue vollelektrische M-Ära einzuleiten. Ein genaues Datum für die Premiere des elektrischen M3 und dessen Marktbezeichnung wurde jedoch noch nicht genannt. Die Benzinversion soll nach Einschätzung mehrerer Fachmedien später folgen, wahrscheinlich 2028. BMW hat diesen Zeitraum nicht bestätigt.

Auch andere wichtige Eckdaten sind noch offen: Leistung, Drehmoment, Gewicht, Beschleunigung, Kraftstoffverbrauch, Kofferraumvolumen, verfügbare Ausstattungen und Preise. Konkrete Zahlen zu diesen Punkten sind derzeit als Prognosen und nicht als technische Daten des Serienfahrzeugs zu verstehen.

Stand Juli 2026 ist die grundsätzliche Zwei-Säulen-Strategie für den BMW M3 bestätigt: Das Elektromodell wird den Benziner nicht sofort ersetzen. Für Käufer bedeutet das die Wahl zwischen dem neuen Viermotoren-System BMW M eDrive und einer Weiterentwicklung des klassischen M3 mit Reihensechszylinder. Welche Version mehr der vertrauten Eigenschaften des Modells bewahrt, wird erst nach der offiziellen Premiere und der Veröffentlichung der technischen Daten feststehen.

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