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G-Class wieder ohne Dach: Was Mercedes-Benz gezeigt hat und offen bleibt

Konstantin Lupandin
Konstantin Lupandin
Juli 30, 20264 Min. LesezeitAnsichten 260
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  1. Von der ersten Ankündigung zum offenen Verdeck: vier wichtige Daten
  2. Worin sich das Cabriolet vom normalen G-Class unterscheidet
  3. Warum das Öffnen des Dachs schwieriger ist, als es scheint
  4. Ist das tatsächlich ein Mercedes-AMG G 63 Cabriolet?
  5. Wie das offene G-Class mit der Modellgeschichte verbunden ist
  6. Nicht verwechseln: Cabriolet und Landaulet
  7. Welche Daten vor dem Verkaufsstart noch benötigt werden
  8. Was nach der Premiere geprüft werden sollte
  9. Wann findet die Premiere statt?
  10. Fazit

Inhalt

  1. Von der ersten Ankündigung zum offenen Verdeck: vier wichtige Daten
  2. Worin sich das Cabriolet vom normalen G-Class unterscheidet
  3. Warum das Öffnen des Dachs schwieriger ist, als es scheint
  4. Ist das tatsächlich ein Mercedes-AMG G 63 Cabriolet?
  5. Wie das offene G-Class mit der Modellgeschichte verbunden ist
  6. Nicht verwechseln: Cabriolet und Landaulet
  7. Welche Daten vor dem Verkaufsstart noch benötigt werden
  8. Was nach der Premiere geprüft werden sollte
  9. Wann findet die Premiere statt?
  10. Fazit
G-Class wieder ohne Dach: Was Mercedes-Benz gezeigt hat und offen bleibt

Mercedes-Benz rückt die Rückkehr des offenen G-Class näher: Ende Juli 2026 zeigte die Marke einen getarnten Prototypen mit geöffnetem Verdeck und demonstrierte, wie das Faltverdeck arbeitet. Damit ist nicht mehr nur eine frühe Silhouette zu sehen, und auch kein unbewegtes Fahrzeug bei einer geschlossenen Präsentation. Im Video ist erkennbar, wie das Stoffverdeck den Raum über beiden Sitzreihen freigibt und sich hinter der zweiten Reihe zusammenfaltet.

Die auffälligste Änderung gegenüber den früheren Serien-Cabriolets des G-Class betrifft die Karosserie. Das neue Modell behält vier Seitentüren und eine vollwertige zweite Sitzreihe. Mercedes-Benz hat Motor, Leistung, Gewicht, Kofferraumvolumen, Preis und Verkaufsstart allerdings noch nicht genannt. Deshalb trennen wir zwischen dem, was tatsächlich gezeigt oder bestätigt wurde, Berichten aus Fachmedien und bloßen Erwartungen.

Von der ersten Ankündigung zum offenen Verdeck: vier wichtige Daten

  1. Am 04. September 2025 deutete Mercedes-Benz die Rückkehr des G-Class Cabriolet erstmals mit einem abgedunkelten Bild an. Der Hersteller bestätigte damals die Erweiterung der Modellfamilie, nannte aber noch keine technischen Daten.

  2. Am 02. Dezember 2025 veröffentlichte das Unternehmen erste Fotos getarnter Prototypen bei Erprobungsfahrten in Österreich. In der offiziellen Mitteilung von Mercedes-Benz war von Tests auf der Straße und im Testgelände sowie einem geplanten Winterprogramm in Schweden die Rede.

  3. Am 26. Juli 2026 machten Fachmedien auf einen neuen Markenfilm aufmerksam: Der Prototyp wurde erstmals mit vollständig geöffnetem Verdeck gezeigt, während sich der Verdeckmechanismus bewegte.

  4. Am 27. Juli 2026 folgten weitere Veröffentlichungen mit neuen Bildern des offenen Fahrzeugs. Bis zum 30. Juli 2026 hatte Mercedes-Benz weder den Termin der Weltpremiere noch den Beginn der Bestellannahme bekannt gegeben.

Worin sich das Cabriolet vom normalen G-Class unterscheidet

Die Frontpartie verrät das Cabriolet kaum: Die aufrechte Windschutzscheibe, die auf den Kotflügeln sitzenden Blinker, die außenliegenden Türscharniere und die kantige Silhouette bleiben erhalten. Die wesentlichen Änderungen beginnen hinter den Vordertüren. Anstelle des festen Metalldachs kommt ein faltbares Stoffverdeck zum Einsatz. Am Heck befindet sich außerdem eine Konstruktion, auf der der Verdeckmechanismus aufliegt.

Im Gegensatz zu den früheren Serienmodellen des G-Class Cabriolet verfügt das neue Modell über vier Seitentüren. Die früheren Cabriolets basierten auf einer dreitürigen Karosserie mit kurzem Radstand. Die neue Variante bietet weiterhin den gewohnten Zugang zur zweiten Sitzreihe und entspricht beim Format eher dem serienmäßigen fünftürigen G-Class. Die Innenmaße hat Mercedes-Benz allerdings noch nicht veröffentlicht.

Der Markenfilm zeigt, wie sich das Stoffverdeck in mehreren Lagen hinter den Rücksitzen zusammenfaltet. Im geöffneten Zustand ragt das Verdeckpaket über das Heck hinaus. Das kann den Blick nach hinten und das nutzbare Kofferraumvolumen beeinflussen. Aus den Fotos lassen sich jedoch keine konkreten Werte ableiten: Der Hersteller hat weder die Abmessungen des Laderaums noch dessen Volumen genannt.

Das außen angebrachte Reserverad bleibt erhalten. Nach den veröffentlichten Aufnahmen ist auch die seitlich öffnende Hecktür weiterhin vorhanden, die vom normalen G-Class bekannt ist. Genaue Angaben zur Konstruktion der Scharniere, zum Zugang zum Kofferraum und dazu, ob sich die Tür bei geöffnetem Verdeck vollständig nutzen lässt, liegen noch nicht vor.

Parameter

Stand der Informationen am 30.07.2026

Status der Information

Karosserie

Vier Seitentüren, zwei Sitzreihen

Auf offiziellen Fotos und Videos zu sehen

Dach

Elektrisch betätigtes Faltverdeck aus Stoff

Die Funktion des Mechanismus wird im Markenfilm gezeigt

Erprobung

Erprobungsprogramm auf der Straße und im Testgelände begonnen; Wintertests in Schweden angekündigt

Von Mercedes-Benz am 02.12.2025 bestätigt

Motor

Nicht bekannt gegeben

Eine AMG-Version mit V8 wird in der Presse erwähnt, eine vollständige Werksangabe liegt jedoch nicht vor

Leistung und Fahrdynamik

Nicht veröffentlicht

Keine offiziellen Daten

Gewicht und Kofferraumvolumen

Nicht veröffentlicht

Keine offiziellen Daten

Verkaufsstart und Preis

Nicht bekannt gegeben

Keine offiziellen Daten

Warum das Öffnen des Dachs schwieriger ist, als es scheint

Bei einem geschlossenen Fahrzeug trägt das Dach zur Verwindungssteifigkeit der Karosserie bei. Ein Cabriolet muss den Wegfall dieser Struktur durch Verstärkungen ausgleichen und die Insassen bei einem Überschlag schützen. Bei einem schweren Geländewagen mit Leiterrahmen kommen Anforderungen an die Dichtheit, die Funktion der Türen auf unebenem Untergrund und die Haltbarkeit des Verdeckmechanismus hinzu. Mercedes-Benz hat bisher nicht erläutert, welche Verstärkungen zum Einsatz kommen und wie stark sie das Gewicht erhöhen.

Ist das tatsächlich ein Mercedes-AMG G 63 Cabriolet?

Am aktuellen Prototypen sind AMG-Schriftzüge auf den Kennzeichenblenden und seitliche Abgasendrohre zu erkennen – typische Merkmale des G 63. Im März 2026 berichtete Automotive News unter Berufung auf Teilnehmer eines Händlertreffens, dass für Nordamerika genau eine Mercedes-AMG-Variante mit V8 erwartet werde. Andere Automobilmedien griffen diese Angaben anschließend auf.

Mercedes-Benz hat jedoch noch kein technisches Datenblatt des G-Class Cabriolet veröffentlicht und die Leistung des Antriebs in der offiziellen Pressemitteilung nicht bestätigt. Daher wäre es verfrüht, die Werte des normalen G 63 automatisch in eine technische Datentabelle für das Cabriolet zu übernehmen. Selbst bei identischem Motor können Gewicht, Aerodynamik und Fahrwerksabstimmung die Fahrleistungen verändern.

Unklar ist außerdem, ob das Modellprogramm auf eine AMG-Version beschränkt bleibt. Berichte über mögliche Sechszylinder- oder Elektrovarianten sind weiterhin Spekulationen. Das gezeigte Fahrzeug bestätigt die Entwicklungsrichtung, nicht aber die vollständige künftige Modellpalette.

Wie das offene G-Class mit der Modellgeschichte verbunden ist

Ein Cabriolet ist für den G-Class kein neues Experiment. Zum Marktstart der Baureihe im Frühjahr 1979 standen den Kunden eine offene Version mit kurzem Radstand sowie geschlossene Station-Wagen mit kurzem oder langem Radstand zur Verfügung. Die Chronologie und das ursprüngliche Modellprogramm werden in der offiziellen Geschichte des G-Class beschrieben.

Die Serienproduktion der Cabriolets mit kurzem Radstand endete 2013. Das bestätigt ein Beitrag des Mercedes-Benz Museums, in dem das letzte Cabriolet aus dem Jahr 2013 als eines der wichtigen Exponate der Modellgeschichte erwähnt wird.

2017 kam der Mercedes-Maybach G 650 Landaulet auf den Markt. Seine Konstruktion war jedoch eine andere: Über dem Fahrer und dem Beifahrer blieb das feste Dach erhalten, während das Stoffverdeck nur den hinteren Teil des Innenraums öffnete. Das neue Cabriolet gibt den Raum über beiden Sitzreihen frei und hat zugleich vier Türen. Diese Kombination wird beim Serien-G-Class erstmals gezeigt.

Nicht verwechseln: Cabriolet und Landaulet

  • Beim klassischen G-Class Cabriolet öffnete das Faltverdeck den Innenraum vorn und hinten, die Karosserie hatte jedoch drei Türen.

  • Beim Maybach G 650 Landaulet aus dem Jahr 2017 ließ sich nur der hintere Passagierbereich öffnen.

  • Das neue G-Class Cabriolet verbindet eine vollwertige fünftürige Karosserie mit einem Verdeck, das sich über beiden Sitzreihen zusammenfaltet.

Welche Daten vor dem Verkaufsstart noch benötigt werden

Wer sich für einen offenen Geländewagen interessiert, braucht mehr als die Information zum Motortyp. Um die Alltagstauglichkeit einzuschätzen, sind Daten erforderlich, die auf spektakulären Bildern mit geöffnetem Verdeck nicht zu erkennen sind.

  • Zeit zum Öffnen und Schließen des Verdecks sowie die zulässige Fahrgeschwindigkeit während des Vorgangs;

  • Kofferraumvolumen bei geschlossenem und geöffnetem Verdeck;

  • Leergewicht und zulässige Zuladung;

  • Wattiefe und weitere Geländewerte;

  • Umfang der Insassenschutzsysteme bei einem Überschlag;

  • verfügbare Märkte, Ausstattungen, Garantiebedingungen, Preis und Lieferzeiten.

Eine weitere Frage betrifft den Geräuschkomfort. Der G-Class hat eine nahezu senkrechte Windschutzscheibe und eine hohe Karosserie. Deshalb ist die Reduzierung der Windgeräusche bei der offenen Version besonders relevant. Mercedes-Benz teilte mit, dass die Ingenieure Daten sammeln, um das typische G-Class-Gefühl zu bewahren. Ergebnisse der Tests oder Messwerte zum Geräuschpegel wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.

Was nach der Premiere geprüft werden sollte

Das Cabriolet sollte nicht nur anhand von Leistung und Preis mit dem normalen G-Class verglichen werden. Den praktischen Unterschied zeigen Gewicht, Kofferraumvolumen, Sicht nach hinten bei geöffnetem Verdeck, Einschränkungen im Gelände und die Möglichkeit, das Verdeck bei kaltem Wetter zu nutzen. Diese Daten entscheiden darüber, ob der offene G auch im Alltag ein praktisches Fahrzeug bleibt.

Wann findet die Premiere statt?

Mercedes-Benz spricht bislang lediglich von einer Fortsetzung des Erprobungsprogramms und will Details zu einem späteren Zeitpunkt bekannt geben. Automobilmedien erwarten die Präsentation der Serienversion 2026 oder 2027, ein bestätigter Termin steht jedoch nicht fest. Auch Berichte über eine Markteinführung 2027–2028 basieren auf Veröffentlichungen der Presse und Angaben aus Händlerkreisen.

Am 30. Juli 2026 lassen sich weder der Premierenmonat noch der Einstiegspreis oder der Termin für die ersten Auslieferungen zuverlässig nennen. Der aktuelle Film beantwortet jedoch die zentrale Frage nach dem Fahrzeugkonzept: Mercedes-Benz entwickelt kein kurzes zweitüriges Cabriolet nach dem Vorbild des Vorgängers, sondern einen offenen G-Class mit vier Seitentüren und vollwertigem Zugang zur zweiten Sitzreihe.

Fazit

Das G-Class Cabriolet kehrt nicht als direkte Kopie der Version von 2013 zurück. Das neue Fahrzeug behält die markante fünftürige Karosserie des aktuellen G-Class, ersetzt das feste Dach jedoch durch ein faltbares Stoffverdeck. Dadurch ist der Innenraum besser zugänglich als beim früheren dreitürigen Cabriolet, und beide Sitzreihen lassen sich öffnen – anders als beim Maybach G 650 Landaulet.

Vor der vollständigen Premiere bleiben wichtige Fragen offen: Mercedes-Benz hat Antrieb, Fahrleistungen, Gewicht, Kofferraumtauglichkeit, Einschränkungen im Gelände und die kommerziellen Bedingungen noch nicht bekannt gegeben. Die aktuellen Aufnahmen sollten daher als Bestätigung der Konstruktion und des Entwicklungsstands verstanden werden, nicht als endgültige Spezifikation des Serienfahrzeugs.

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